Archiv: Dezember 2023

Neues Katalysesystem für CO2-Umwandlung

Schädliches Klimagas zum Wertstoff machen

Forschungsgruppen weltweit arbeiten an Technologien, mit denen sich Kohlendioxid (CO2) in Ausgangsstoffe für die Industrie umwandeln lässt. Experimente unter industriell relevanten Bedingungen fanden dabei überwiegend mit heterogenen Elektrokatalysatoren statt, also solchen, die in einer anderen chemischen Phase vorliegen als die reagierenden Substanzen. Homogene Katalysatoren, die dieselbe Phase wie die Reaktanten haben, werden aber meist als effizienter und selektiver angesehen. Versuche unter industrienahen Bedingungen fehlten für sie bislang. Diese Lücke hat ein Team um Kevinjeorjios Pellumbi und Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel von der Ruhr-Universität Bochum und vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen geschlossen.

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Forschungstransfer stärker voranbringen und Forschungsergebnisse schneller umsetzen

Technologieoffenheit zur Umsetzung der Zukunftsstrategie Forschung und Innovation erhöhen

Die Bundesregierung hat den Bericht „zur Umsetzung der Zukunftsstrategie Forschung und Innovation“ als „Unterrichtung“ (20/9756) vorgelegt. Darin wird – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 28.12.2023  – die Neuausrichtung der Forschungs- und Innovationspolitik dargestellt, „um die Innovationskraft Deutschlands zu stärken und die technologische Souveränität Europas zu sichern“, wie es heißt. In der Zukunftsstrategie Forschung und Innovation werden vor allem drei Punkte beschrieben, welche die Forschungspolitik in den kommenden Jahren bestimmen sollen. Zum einen will die Bundesregierung den Forschungstransfer stärker voranbringen und Forschungsergebnisse schneller umsetzen. Zum anderen soll für mehr Technologieoffenheit gesorgt werden.

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Neues Windenergie-Rekordjahr

Mehr als 50 Gigawatt dank Tief Zoltan

Ein Rekordmoment weit oberhalb früherer Einspeisespitzen machte 2023 zum nun besten Windkraftjahr. Ausgerechnet der Sommer trug auch dazu bei, schreibt Tilman Weber am 27.12.2023 in erneuerbareenergien.de. Mit 135 Terawattstunden (TWh) und mehr wird die öffentliche Nettostromversorgung des am kommenden Sonntag zu Ende gehenden Jahres das bisherige deutsche Rekordwindstromjahr 2020 um mindestens fünf bis vielleicht sogar rund zehn TWh übertreffen. Das sei bereits am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags klar gewesen – zu verdanken sei diese frühe Gewissheit dem Sturmtief Zoltan.

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Von Schokohasen und -nikoläusen bis hin zu Silvesterknallern, Katzenfutter und Konfitüre

Mehr Kreislaufwirtschaft im Einzelhandel

Eine kleine Revolution in der Logistik des Lebensmitteleinzelhandels – und eine Abkehr von kaum nachhaltigen Gewohnheiten für besseren Klimaschutz: Die Innovation heißt „RUDi“ (reusable display, deutsch „wiederverwendbare Präsentation“), soll in Supermärkten und anderen Geschäften die bisherigen für Sonderware genutzten Warenpräsentationen aus Papier, Pappe und Verbundstoffen ersetzen und folgt der Devise Mehrwert durch Mehrweg. Mit rund 125.000 Euro hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Entwicklung der Idee gefördert. Davon überzeugt ist eine große Supermarktkette: Ab 2024 will sie RUDi schrittweise bundesweit an ihren Tausenden Standorten einsetzen. (Foto: RUDi reusable Display für Supermärkte Beispiel – Foto © EcoRetail)

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Neuartiger Dürrerekord

Europas Luft war in 400 Jahren nie so trocken wie heute

Die Atmosphäre in Europa ist im Vergleich zur vorindustriellen Zeit in den vergangenen Dekaden durch Treibhausgas-Emissionen deutlich trockener geworden. Dies zeigt eine von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf geleitete 12.2023 publizierte internationale Jahrringstudie. Das verschärft Dürren und erhöht die Waldbrandgefahr. Die Untersuchung von Jahrringdaten bis zurück ins Jahr 1600 zeigt: Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist demnach die Luft über weiten Teilen Europas trockener geworden als im gesamten übrigen Zeitraum – und der Trend hält an. Angesichts der Dürreereignisse in vielen Regionen Europas in den letzten Jahren sei dies bedenklich, so Kerstin Treydte,  Erstautorin der Untersuchung in Nature Geoscience und Forscherin an der WSL.

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