Hendricks gratuliert persönlich zu 25 Jahre HNEE

Ein Vierteljahrhundert Forschung und Lehre im Dienst der Nachhaltigkeit

Vor 25 Jahren öffnete „Deutschlands grünste Hochschule“, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wieder ihre Pforten. Diesen Neuanfang nach der Schließung im Jahr 1963 würdigte Bundesministerin Barbara Hendricks am 25.04.2017 mit einem Festvortrag. Mehr als 3.000 Gäst – Studierende, Mitarbeiter und namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – waren zum Festakt und dem nachfolgenden Empfang geladen.

Mit der feierlichen Eröffnung der Fachhochschule Eberswalde zum 01.04.1992 und der Zulassung der ersten 45 Forstwirtschaft-Studierenden fand die Vorgründungsphase ihren Abschluss. 25 Jahre später sind es rund 2.200. HNEE-Präsident Wilhelm-Günther Vahrson: „Heute zählen wir zu den profilstärksten Hochschulen Deutschlands und sind Vorreiter in Sachen Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeitstransfer”. Durch das Engagement vieler Hochschulangehörigen hat sich die HNEE zu einer der profiliertesten und forschungsstärksten Fachhochschulen Deutschlands entwickelt. Aus vier Diplom-Studiengängen (je einer pro Fachbereich: Forstwirtschaft, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holztechnik, Betriebswirtschaftslehre) haben sich 17 Bachelor- und Masterstudiengänge entwickelt. Bisher haben mehr als 5.700 Absolventen erfolgreich an der Hochschule studiert.

19.04.2017: HNEE-Studierende werden ab September 2017 zum Start des Wintersemesters 2017/18 klimaneutral mit Bus und Bahn unterwegs sein. Mit der öffentlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Hochschule, dem AStA und Partnern aus dem ÖPNV wurde der offizielle Start für das CO2-neutrale Semesterticket eingeläutet.

Im Festakt im vollbesetzten Wilhelm-Pfeil-Auditorium auf dem Waldcampus wurde die Entwicklung der Hochschule gewürdigt. Nach den Grußworten der brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Martina Münch, berichtete die erste studentische Vizepräsidentin der HNEE und Deutschlands, Anke Hollerbach, vom Studentenleben um die Jahrtausendwende im Kontrast zur aktuellen studentischen Sichtweise von Jan-Hendrik Skroblin, amtierender studentischer Vizepräsident. Der Hamburger Peotry Slamer David Friedrich trug einen speziell auf die HNEE gemünzten Text vor – teils im unterhaltsamen Wechsel mit Vahrson. In Gedenken an den Gründungsrektor Prof. Gunther Wolff hatte die Eberswalder Künstlerin Antoinette den Wissenschaftler portraitiert. Das Bild wurde in der Festveranstaltung enthüllt.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Festvortrag von Bundesumweltministerin Hendricks. Launig kündigte Vahrson sie als eine Frau an, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lasse, habe sie doch über Margarine promoviert – „den Kalauer konnte ich nicht liegen lassen“, entschuldigte er sich gleich dafür. Den unterhaltsamen Einstieg für ihren als „10. Sustainibility Lecture“ angekündigten Festvortrag konterte Hendricks humorvoll: An die Margarine-Geschichte werde sie häufig erinnert – einmal habe nach ihr ein Medizin-Nobelpreisträger gesprochen, dessen Dissertationsthema sei „Bohnerwachs“ gewesen. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite. Danach wurde es allerdings ernst: Hendricks stellte die Klimaschutzziele Deutschlands dar und redete über die Schwierigkeiten von aktueller Nachhaltigkeitspolitik. Der HNE zollte sie großes Lob: „Es sind ja zentrale Menschheitsfragen im 21. Jahrhundert, die Sie hier erforschen und auf deren Lösung wir alle angewiesen sind“, sagt sie. Sie wünsche sich, „dass die 25 Jahre nur der Anfang einer erfolgreichen Entwicklung“ seien.

Auch ihre Kabinettskollegin, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, hatte mit einer schriftlichen Gratulation die Vorreiterrolle der Hochschule gewürdigt: „Wir müssen die Idee der Nachhaltigkeit in die ganze Welt tragen — das macht die HNE Eberswalde in vorbildlicher Weise.“

„Ich denke wir können sehr stolz sein, auf die Leistung, die der damalige Gründungssenat und unsere Hochschulkolleginnen und —kollegen im Laufe der Zeit erbracht haben. Durch das Engagement jedes einzelnen und die zahlreichen kritischen aber auch sehr konstruktiven Anregungen der Studierenden, Partner und Freunde der Hochschule, konnten wir uns in den letzten 25 Jahren zielgerichtet entwickeln. Heute zählen wir zu den profilstärksten Hochschulen Deutschlands und sind Vorreiter in Sachen Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeitstransfer“, so Vahrson.

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